Wanner Innenstadtkonzept

 

 

 

Inhalt:

Unsere Ideen – Exposé                                        3

Einleitung                                                              6

Ursachen und Wirkungen                                  8

Unser Konzept                                                    12

Organisatorischer Rahmen

Kernforderung

Rahmenmaßnahmen

Finanzierung                                                       23

Zusammenfassung                                             26

 

Herausgeber:

Piratenpartei Deutschland
Piratenbüro Herne&Wanne-Eickel
Heidstr. 63
44649 Herne
info@piraten-herne.de

abgestimmt mit:

Ratsfraktion Piraten-AL
im Rat der Stadt Herne
Heidstr. 63
44649 Herne
ratsfraktion@piraten-al.de

und

Bezirksvertreter in der
Bezirksvertretung Wanne
Günter Nierstenhöfer
Heidstr. 63
44649 Herne
g.nierstenhoefer@arcor.de

 

Unsere Ideen – Exposé

 

 

Die Neugestaltung des Buschmannshofs, die Entwicklung eines Wochenmarktes, Umbauten, die Renovierungen von Einzelgebäuden und weitere. All diese Stadtentwicklungsprojekte in Wanne haben es bisher nicht geschafft, eine wesentliche Ursache für viele Probleme anzugehen, die Beseitigung der Leerstände. Unser Konzept PAcKT dieses Problem an der Wurzel und ist darauf angelegt, leerstehende Ladenlokale selbst anzumieten. Wer diese Ladenlokale anmietet, ist ein wichtiger Bestandteil unseres Konzeptes und wird im Innenteil ausführlich beschrieben.

Unsere Lösung besteht aus verschiedenen Maßnahmen um die Quartiersentwicklung der Wanner Innenstadt voranzutreiben und die Grundprobleme, die mangelnde Kaufkraft, die fehlende Attraktivität für die Kunden und die fehlenden Anreize für die Ansiedlung neuer Betriebe anzupacken.

Die Aufgabe besteht darin, den Kreis von Ursache und Wirkung zu durchbrechen. Dies kann eine einzelne Person oder Institution allein aber nicht schaffen. Es sind vielmehr alle interessierten Bürger/innen, die Verwaltung, die Herner Institutionen, die Hauseigentümer, die Einzelhändler vor Ort und gerade die ortsansässigen Unternehmen gefragt, gemeinschaftlich in einer oder verschiedenen Gruppen an der Beseitigung der Missstände mitzuarbeiten.

Wanne-Eickel ist Kult, die Cranger Kirmes und der Mondpalast zeigen, dass die Menschen den Weg nach Wanne kennen. 4 Millionen Besucher auf Crange sind ein gewaltiges Potenzial. Nicht umsonst steckt der Betreiber des Wanner Weihnachtswunderlandes Millionen in den Wanner Standort. Lassen sie uns ihm folgen und jeder mit seinen Möglichkeiten in Wanne investieren. Dann ist in der Wanner Innenstadt bald das ganze Jahr was los.

Es müssen viele Dinge gleichzeitig angePAcKT werden, um die Wanner-Innenstadt voran zu bringen. Ziele des Konzeptes sind:

  • den Standort für Unternehmen attraktiver gestalten, damit sie sich hier ansiedeln,
  • durch eine Verbreiterung und Abstimmung des Angebotes erreichen, dass mehr Bürger wieder als Kunden in die Innenstadt kommen,
  • die Marke Wanne-Eickel (Mond von Wanne-Eickel) durch ein gemeinsames Marketing zu fördern,
  • die Aufenthaltsqualität durch die Beseitigung von Leerständen, die Ansiedlung von qualitativ höherwertigen Gastronomiebetrieben und einer konsequenten Angebotssteigerung erhöhen und
  • Menschen mit vielfältigen Angeboten und Aktionen motivieren, gern in die Wanner Innenstadt zu kommen, sich zu begegnen und etwas zu erleben.

Die Umsetzung des Konzeptes bedarf großer finanzieller Anstrengungen. Daher ist die drängendste Frage: Woher soll das Geld kommen? Der Stadt als Haushaltssicherungsgemeinde fehlen die finanziellen Möglichkeiten. Selbst bei Fördermitteln von Land, Bund oder Europa sind in der Regel Eigenmittel zu leisten.

Unser Finanzierungsmodell sieht ein Engagement aller in Herne, speziell in Wanne ansässigen Unternehmen, Institutionen und Organisationen vor. Zum Wohle der Menschen in Wanne, der Stadt Herne und natürlich auch ganz persönlich im eigenen langfristig angelegten finanziellen Interesse ist es erforderlich, (eigenes) Geld in die Hand zu nehmen.

Wie das gelingen kann, haben wir Piraten in der Folge beschrieben. Diese Maßnahmen sind nicht abschließend. Dies ist ein erster konkreter Vorschlag, den wir mit allen Beteiligten/Interessierten diskutieren und weiterentwickeln möchten. Doch vor allem anderen ist das Wichtigste, die Bereitschaft sich für Wanne einzusetzen. Jetzt und gemeinsam!

 

Einleitung

 

Wenn man durch die Hauptstraße in Wanne Mitte geht, sieht  man an vielen Stellen leer stehende Geschäfte – manche stehen schon jahrelang leer.

Obwohl viele Millionen Euro in den Umbau flossen, sind die Leerstände in den letzten Jahren nicht zurückgegangen. Dabei haben die Fachleute in ihren Erneuerungskonzepten immer wieder die Belebung der Innenstadt hervorgehoben! Stattdessen ist der Buschmannshof, zumindest direkt an der Hauptstraße, eher abweisen als einladend.

In den letzten Jahren ist einiges passiert:

  • die Ansiedlung von Kaufland – verbunden mit großen Hoffnungen,
  • Umbaumaßnahmen an verschiedenen Stellen,
  • ein Wochenmarkt wurde eingerichtet,
  • ein Feierabendmarkt versucht und
  • gelegentliche Aktionen (Sport-/ Freizeitveranstaltungen, die Marktschreier, der Feierabendmarkt …) werden durchgeführt.

Doch inzwischen ist Vieles im Sande verlaufen, gescheitert – mit fatalen Folgen für die Wanner Innenstadt.

 

Ursachen und Wirkungen

Warum gehen Menschen in die Innenstadt? Viele wollen einkaufen, sich treffen, sich austauschen oder etwas Schönes und Interessantes sehen und erleben. Aber in Wanne-Mitte?

 

Wanne Mitte – ein Ort zum Einkaufen ? …

Dinge des täglichen Bedarfs, wie Lebensmittel und Drogerieartikel, kann man immer noch gut kaufen. Gleiches gilt für Wein, Geschenke, Schuhe, Spielwaren und Blumen. Mehr als genug sind Juweliere und Brillengeschäfte vorhanden, gut sortierte Bekleidungsgeschäfte gibt es dagegen kaum noch.

Zwei der letzten qualitativ anspruchsvollen Modegeschäfte haben in den letzten Jahren aufgegeben, stattdessen haben immer mehr Billigwaren und Telefonläden geöffnet.

Und darüber hinaus? Elektrogeräte, IT-Technik und Unterhaltungsmedien, Kinderbekleidung, Mode oder etwas Anspruchsvolleres findet man in Wanne nicht.

 

Wanne-Mitte – als Ort, sich zu treffen …

Wenn das Wetter schön ist, sieht man durchaus viele Menschen, die  dort bummeln oder sich treffen. Sie genießen es, in den Straßen-Cafés  zu klönen und das Geschehen in der Fußgängerzone zu beobachten. Kneipen und Restaurants findet man ebenfalls.

Doch zunehmend leere, verschmutzte Schaufenster und verdreckte Eingangsbereiche machen Wanne-Mitte nicht zu einem Ort zum Verweilen.

Trotz teurer städtebaulicher Maßnahmen ist die Innenstadt nicht schöner oder interessanter, die Belebung / Aufenthaltsqualität nicht besser geworden.

 

Wanne-Mitte – ein Ort etwas zu erleben?

Viele Einzelaktionen wurden probiert und wieder eingestellt. Warum? Ist es nur die fehlende Kaufkraft oder fehlt es an mehr?

Die Aktionen wurden meist nur in der örtlichen Presse bekannt gegeben, eine regionale Verbreitung über die Stadt hinaus, fand kaum statt. Termine waren teilweise so gelegt, dass zeitgleich entweder in Herne oder den angrenzenden Städten regional bedeutendere Aktionen stattfanden. Folge: Die Menschen blieben weg. Es fehlt an Ausdauer und Beharrungsvermögen, gute Aktionen reifen zu lassen, gut zu terminieren und wirksam zu begleiten.

Und das Umfeld? An Wochenenden fahren die Verkehrsbetriebe in Wanne ihren Wochenendfahrplan, ob Aktionen in der Stadt sind oder nicht. Die Stadtreinigung hat irgendwann am Samstag das letzte Mal gereinigt, die Papierkörbe quellen über, Sonntagszeitungen verteilen sich – vom Winde verweht – durch die Innenstadt und die leeren ungeputzten Fensterscheiben der leerstehenden Ladenlokale vermitteln wenig Gemütliches zum Verbleiben.

 

Wanne-Mitte – die Risikofaktoren

Schwindende/geringe Kaufkraft

  • Besonders in Wanne lebten früher viele Menschen mit guten Einkommen (Bergleute, Beschäftigte in der Stahlindustrie, bei der Eisenbahn und im Hafen) Die letzten Bergleute, sofern sie noch leben, sind inzwischen alt und kaum noch Konsumenten außerhalb des Bedarfs für ihr tägliches Leben.
  • Ein weiteres großes Problem für den Kaufstandort sind die Menschen mit niedrigen Einkommen oder Erwerbslose mit Hartz IV-Bezügen – davon müssen in Wanne sehr viele leben!
  • Darüber hinaus leben hier sehr viele Menschen aus anderen Ländern, viele ebenfalls mit wenig Geld und zum Teil anderem Konsumverhalten.

Mieten

Ein großes Hemmnis für die Ansiedlung neuer Angebote liegt trotz der vielen Leerstände zum Teil an zu hohen Mieten. Sie sind oft höher als in vergleichbaren oder auch größeren Städten. Manche Ladenlokale sind zu groß für „kleine“ Geschäfte (ehemals Karstadt, Woolworth). Die Folge:

  • größere Geschäfte siedeln sich in Wanne Mitte nicht an und
  • ein Umbau in kleinere Läden ohne langfristige Mieter, die derzeit nicht in Sicht sind, ist für die meisten Eigentümer ohne Sicherheit nicht zu leisten.

Verändertes Kaufverhalten

Früher hatten Kaufhäuser wie Karstadt und Hertie auch in Wanne ein breites Angebot an Kleidung, Haushaltswaren, Elektrik, Lebensmitteln bis hin zu speziellen Angeboten im Bereich Papier, Tabak oder Sport. Das aber reicht heute nicht mehr.

Neben den ortsspezifischen Gründen für die aktuelle Situation gibt es weitere allgemeingültige Faktoren, die die Lage verschärfen:

Die Kunden haben speziellere Ansprüche, kaufen lieber dort, wo sie größere Auswahl haben und wandern in große Einkaufszentren ab (Ruhrpark, CentrO, Palais Vest etc.).

Hinzu kommt, dass viele Kunden – besonders die jungen – heute über das Internet einkaufen.

 

Unser Konzept

Organisatorischer Rahmen

1)      Bildung einer Gruppe (Gruppen)

von Interessierten, Beteiligten und Verantwortlichen, mit dem Ziel, die Wanner Innenstadt zu mobilisieren und voran zu bringen. Nur gemeinsam ist man stark. Beteiligte sollen die Gewerbetreibenden, Fachleute (Werbegemeinschaft, Sparkasse, Industrie- und Handelskammer, Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing) sowie interessierte und engagierte Bürger/innen sein, die etwas bewirken wollen. Wir betrachten die spätere Organisation der Gruppe (Gruppen) in einem Verein oder einer Gesellschaft als sinnvoll, um rechtsfähig zu sein.

2)      Einstellung einer/eines bezahlten Innenstadtmanager/in

Ohne Menschen geht es nicht. Erforderlich ist daher ein/e Organisator/in bzw. eine Quartiersmanager/in, mit dem Auftrag die Arbeiten der Gruppe (Gruppen) zu koordinieren und zu steuern, die Planungen umzusetzen und die Ergebnisse und Stände regelmäßig mit den Beteiligten abzugleichen.

3)      Auflistung und Analyse der Leerstände

Viele Daten sind schon da, aber aufgeteilt in verschiedene Datenbestände, unkoordiniert und nicht frei verfügbar. Diese Daten sind zusammenzufassen und als Informationen bestehend aus Größen, Zuschnitt, Zustand, Modernisierungs-bzw. Änderungsbedarf, Eigentümerdaten und Mietvorstellungen aufzuarbeiten.

4)      Erstellung einer Bedarfsanalyse

Es gibt viel Gutes in Wanne, aber leider fehlt Vieles. In einer Bedarfsanalyse soll sowohl das Fehlende wie das Vorhandene in den Bereichen Handel, Kunst- und Kreativgewerbe, Unterhaltung, Gastronomie erhoben und gegenübergestellt werden. Mit dem „KHAUS“ ist eine Idee von einem gemeinsamen Konzept verschiedener Gewerbetreibender untergegangen. Dies gilt es wiederzubeleben und neu auszurichten.

5)      Wünsche der Bürgerinnen und Bürger aufnehmen

In öffentlichen Veranstaltungen soll das Vorhaben vorgestellt und die Wünsche und Vorstellungen aller Bürger/innen ermittelt werden.

6)      Vorhabenplan

Aus den ermittelten Daten und den Wünschen aller Bürgerinnen und Bürgern ist ein Vorhabenplan zu erstellen und mit Vorgehensweisen und Terminvorstellungen zu untermauern.

7)      Information

Es Bedarf eines Konzeptes zur regelmäßigen Information der Öffentlichkeit über Medien (Infotafel, Internet, Presse …) und die Durchführung von öffentlichen Versammlungen für die Bürgerinnen und Bürger als Maßnahmen zur Identitätsstiftung und als Werbeplattform. Das Bewusstsein für MEINEN Stadtteil als gemeinsamer Wohn-, Einkaufs- und Erlebnisort ist wieder herzustellen.

8)      Wissenschaftliche Begleitung

Eine kompetente und wissenschaftliche Begleitung durch auf diesem Gebiet erfahrene Planungsinstitute (z.B. Akoplan Dortmund) und/oder entsprechende Abteilungen der Hochschulen in Dortmund oder Bochum ist wünschenswert. Diese können die einzelnen Maßnahmen dokumentieren und analysieren. Sie können zusätzliche Ideen aus den Universitäten oder anderen Städten in das Projekt einbringen. Über die Universitäten können Kontakte zu jungen Akademikern geknüpft werden, die sich verwirklichen wollen und auf der Suche nach einem passenden Ort bzw. Unterstützung für die Umsetzung sind.

9)      Fördermittel

Für die Umsetzung dieses Modellprojektes in Wanne werden beim Land, Bund und/oder der EU gezielt außerordentliche Fördergelder beantragt, um die planerische und wissenschaftliche Begleitung sicherzustellen und darüber hinaus Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung und Werbung für die Initiative „Unternehmen finden Stadt“ zu ermöglichen.

Die Problematik der Leerstände in Innenstädten ist in ganz Deutschland verbreitet. In Wanne wird ein Konzept umgesetzt, das sich diesen Missständen stellt und für andere Kommunen wichtige Erkenntnisse bereitstellen kann.

Zudem werden von der Stadt und den Unternehmen erhebliche Anstrengungen unternommen um sich dieser Problematik anzunehmen. Die Erfolgsaussichten sind bei entsprechender Unterstützung aller Beteiligten durchaus vielversprechend, sodass auch die Politik auf höherer Ebene ihren Teil dazu beitragen und dieses Modellprojekt unterstützen sollte.

10)   Aufteilung in Handlungsbereiche

Aufteilung des Gesamtprojekts in einzelne räumliche Handlungsbereiche könnte für mehr Übersicht sorgen. Unser Vorschlag: eine Aufteilung in Bereiche, die zum Beispiel eigene inhaltliche Schwerpunkte bilden, die auch zeitlich nacheinander bearbeitet werden könnten. Beispielsweise:

  • Berliner Str. bis Buschmannshof,
  • Buschmannshof,
  • bis Wilhelmstr. und
  • bis Lortzing-/Kolpingstr.

jeweils mit anliegenden Nebenstraßen.

 

Kernforderung

Unser Konzept sieht vor, dass Geldgeber und Sponsoren Ladenlokale langfristig auf eigene Kosten anmieten oder mehrere einen gemeinsamen Fond dafür bilden. Diese Ladenlokale werden „untervermietet“ an Gründer mit passenden Geschäftsideen, die das Angebot in Wanne ergänzen. Durch die gleichzeitige Eröffnung mehrerer Ladenlokale soll eine Aufbruchsstimmung in der Geschäftswelt von Wanne erreicht werden. Wanne soll mit einem Schlag in den Focus rücken und die überregionale Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Die Geldgeber und Sponsoren sind Unternehmen, die ein vitales Interesse an einer Attraktivitätssteigerung von Wanne haben, weil sie dauerhaft mit diesem Standort verbunden sind. z.B. Herner Großunternehmen, Städtische Gesellschaften, aber auch Wohnungsbaugenossenschaften, Netzbetreiber usw.

Zunächst müssen geeignete Objekte ausgewählt werden. Dabei spielen nicht die Eigentumsverhältnisse die erste Rolle, sondern die Lage. Die Geschäfte müssen ein Band ziehen vom Buschmannshof bis in die Einkaufsstraße hinein.

Dann müssen geeignete Gründer und Konzepte ausgewählt werden. Hier stehen nicht große Ketten im Vordergrund, also Unternehmen, die sowieso überall bekannt sind. Sinnvoll ist ein gemischtes Angebot an kreativen Einzelunternehmen, bei denen die Inhaber selbst die Verantwortung übernehmen und ihr eigenes Konzept verwirklichen.

Die neuen Unternehmen müssen in der Anfangsphase begleitet werden. Dies geschieht unter anderem durch die Wirtschaftsförderung, die Industrie- und Handelskammer oder Gründungsinitiativen. Aber auch die Gruppe kann durch ihre besonderen Kenntnisse der Situation vor Ort und durch die Zusammenarbeit aller Beteiligten wichtige Hilfestellung leisten, zum Beispiel die Entwicklung eines gemeinsamen Marketingkonzeptes, Veranstaltungen und Aktionen. Sie verfügen über Beziehungen, Kenntnisse und Erfahrungen, welche Aktionen in Wanne möglich sind und Erfolg versprechen könnten. Daher ist die gemeinsame Beteiligung der neuen Unternehmer an der Arbeit der Gruppe von Anfang an besonders wichtig.

 

Wichtig sind Geschäftskonzepte von kreativen Gründern, beispielsweise:

  • ein FahrradwerkStadtcafe um eine Fahrradkulturszene anzuziehen,
  • interessante Onlinehändler (aus Herne) mit Vorort-Einkaufsmöglichkeit,
  • ein Leihladen als Initiativgeber für nachhaltige Wirtschaft,
  • ein Trödelmarktladen, bei dem Regalplatz angemietet werden kann,
  • aus der Kreativwirtschaft mit neuen Kulturkonzepten.

oder Angebote aus urbaner Produktion mit Besonderheiten aus der „Mondstadt“:

  • eine Bonbon-Manufaktur mit Klümpchen statt Kohle als Wanner Spezial,
  • ein kleines Modelabel, das gebrauchte Kleidung individuell anpasst,
  • Upcycling-Künstler, wie ein Ingenieur der originelle Objekte verkauft oder
  • Schreiner mit individuellem Holzspielzeug oder Möbelrestauration.

 

So gelingt es:

In einem ersten Schritt mieten die Geldgeber ausgewählte Ladenlokale langfristig an. Damit erhalten die Eigentümer die Sicherheit, für Investitionen in ihre Objekte. Dies wäre Bestandteil des Mietvertrags. Die Geldgeber stellen den ausgewählten Gründern das Objekt zunächst mietfrei zur Verfügung. Falls nötig wird ein Zuschuss bei der Einrichtung des Ladens oder Nachlässe bei den Mietnebenkosten gewährt.

Mit dem wirtschaftlichen Erfolg des Gründers wird eine steigende Miete erhoben, die die Leistungsfähigkeit des Unternehmens aber nicht abwürgen darf. Die im Vorhinein vereinbarten Ziele (Umsetzung und Weiterentwicklung der Idee, wirtschaftliche Tragfähigkeit und auch das Einbringen in die Gemeinschaft) werden regelmäßig bewertet und angepasst. Am Ende entsteht ein finanziell gesundes Unternehmen, das in der Lage ist, alle Kosten selbst zu tragen. Dieses kann dann in den Mietvertrag mit dem Eigentümer einsteigen und von dem Geldgeber übernehmen. Schafft es ein Unternehmen nicht, wäre das Lokal wieder frei und kann neu vergeben werden.

Das Wanner Innenstadtprojekt ist auf Dauer angelegt. Es wird zunächst nur mit wenigen zentralen Geschäftslokalen angefangen. Hierfür wird eine Startinvestition benötigt. Idealerweise fließen nach einiger Zeit bereits Gelder zurück. Diese Gelder können über die Gruppe/n in die Anmietung weiterer Ladenlokale investiert werden. Auf diese Weise kann das Projekt eine dauerhafte Steigerung der Attraktivität der Innenstadt von Wanne erreichen.

 

Rahmenmaßnahmen

  1. Quartiersentwicklung

Wohnen, Leben, Arbeiten und Einkaufen, das sind verschieden Fassetten, die zusammengehören. Dazu gehört es auch, Menschen in die Stadt zu bringen, ihnen ein Umfeld zu bieten, damit sie miteinander reden, sich austauschen, kennen lernen und sich gegenseitig unterstützen können. Dabei ist wichtig, Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft und Interessen anzusprechen. Durch die Einbindung von sozialen Institutionen, Kirchen, Moscheegemeinden, Caritas, Rotes Kreuz etc. kann es gelingen, ein breites Angebot zu schaffen und es attraktiv zu machen, in Wanne nicht nur einmal in die Innenstadt zu gehen, sondern zu bleiben.

  1. Aufenthaltsqualität stärken und ausbauen

Die vorhandene Kleingastronomie soll vielfältiger werden, um Menschen mit unterschiedlichen Erwartungen gleichermaßen zufriedenstellen zu können. Wünschenswert ist es, die Qualität des Angebots zu erweitern und nachhaltig zu verbreitern.

  1. Einkaufsqualität stärken und ausbauen

Das kann geschehen durch ein breiteres und vielfältigeres Angebot und die Erhöhung der Qualität der Produkte, durch Maßnahmen gegen den Leerstand (Punkt 6) und die Ansiedlung neuer Produktideen in die heute leerstehenden Ladenlokale.

  1. Abgestimmtes Produktkonzept

Bei der Neuansiedlung der geförderten Geschäfte sollte darauf geachtet werden, dass sich die Angebote ergänzen und aufeinander aufbauen.

  1. Umgestaltung des Buschmannshofs

Eine große Chance zur Belebung der Innenstadt und Verbesserung der Aufenthaltsqualität bietet der Buschmannshof als Eingangsbereich zur Fußgängerzone. Zurzeit ist der Platz leer und wird neben gelegentlichen Veranstaltungen nur einmal in der Woche regelmäßig genutzt/belebt. Die große öde Fläche muss durch optische oder gestalterische Elemente freundlicher werden. Hierzu soll ein Wettbewerb zur Neugestaltung des Platzes veranstaltetet werden, der die bisherige Nutzung des Platzes unterstützt und nur Maßnahmen umfasst, die nicht förderschädlich sind.

Eine weitere Verbesserung würde durch die Umgestaltung des oberen Bereichs des Buschmannshofs (Bäume, Wasserfontainen, Boule …) durch Sitzmöglichkeiten zwischen den Bäumen (City-Tree) und eine Bewirtung aus dem Fahrkarten-Kiosk nach hinten heraus ergeben. Hier könnte ein attraktiver Ruhe- und Erholungsbereich entstehen mit einer sehr hohen Aufenthaltsqualität. Das Aufstellen eines Automaten für Boulekugeln könnte dazu beitragen, dass auf dieser Anlage tatsächlich Boule gespielt wird.

Eine weitere Nutzung des Bereichs Buschmannshof bis hinein in die Fußgängerzone kann durch Straßenmalerei oder andere Straßenkunst aktiviert werden. Gerade Straßenmalerei für Kinder oder ein Kinderverkehrsparcour kommen bestimmt gut an. Hier bietet sich Raum, eine Zeltstadt zu unterschiedlichen Themenbereichen, wie einen Antikmarkt, Bauernmarkt, Kinderspielzeug(trödel)markt, Hobbymarkt, etc.  oder für „Messen“ zu Themenbereichen wie Ausbildungsplätze, Sozialverbände, Ehrenamt etc. aufzubauen.

  1. Erreichbarkeiten

Um Handel und Gewerbe wesentlich zu fördern, muss dieses durch ein abgestimmtes Nahverkehrskonzept unterstützt werden, das insbesondere bei Aktionen auch am Wochenende oder Abend flexibel eine bessere Erreichbarkeit der Innenstadt gewährleistet.

Darüber hinaus würde durch ein befristetes kostenloses Parken auf den öffentlichen Parkplätzen rund um die Hauptstraße von 1 bis 1 1/2 Stunden die Innenstadt belebt.

  1. Maßnahmen gegen den Leerstand

Der Leerstand von Ladenlokalen ist nicht zwangsläufig. Es gibt die Möglichkeit der Zwischennutzung, wenn das Ladenlokal dafür geeignet ist. Warum nicht ein leerstehendes Lokal in einer Zusammenarbeit mit Künstlergruppen als Ausstellungsfläche nutzen? Die organisatorische Verantwortung dafür kann die Managerin/der Manager übernehmen. Diese/r kann mit den Künstlergruppen eine Vereinbarung auf Zeit treffen und gegen Selbstkosten (in Höhe der Nebenkosten für Strom, Wasser, Heizung etc.) das leerstehende Lokal zur Verfügung stellen. Den Eigentümern wird jegliche Arbeit abgenommen. Dabei wird die wirtschaftliche Nutzung des Ladenlokals für eine dauerhafte Nutzung angestrebt.

Bei der Zwischenbelegung kann eine prozentuale Beteiligung für den Eigentümer vereinbart werden, zum Beispiel beim Verkauf von Werken. Durch ständig wechselnde Ausstellungen kommt so Leben und Veränderung in die Stadt. Durch Vernissagen und andere Aktionen kann man Publikum in die Stadt locken, das sonst hier nicht herkommt. Auf viele Erfahrungen, die derzeit im Projekt „H1“ gemacht werden, sollte dabei zurückgegriffen werden.

Neben Ausstellungen sind auch andere Projekte denkbar, die die Räume sinnvoll nutzbar machen. Dies reicht von einfachen Produktpräsentationen im Schaufenster bis hin zu Wohltätigkeitsinitiativen (Charity-Shop), in der Bürgerinnen und Bürger für gemeinnützige Zwecke Waren (in der Regel selbst produzierte oder gebrauchte) veräußern und Gewinne an die gemeinnützige Organisation abführen. Denkbar sind auch Recycling- u. Reparaturwerkstatt/Café) Treffpunkt-Café für Arbeitslose, Rentner oder anderer Gruppen, die dem Erfahrungsaustausch und als Diskussionsplattform dienen können.

  1. Verschönerung/Sauberkeit des Stadtbildes

Viele leerstehende Immobilien sind in der Außenansicht und im Inneren nicht sehr gepflegt. Oft sind die direkte Umgebung (Eingänge) verkommen oder verdreckt. Hilfreich ist es, Erfahrungen von großen Einkaufszentren zu nutzen. Hier werden leerstehende Verkaufsflächen mit Folien beklebt, so dass man erst, wenn man unmittelbar davor steht, erkennen kann, dass hier nichts ist. Die Schaufenster mit einer interessanten Folie zu bekleben und ggfs. mit LEDs zu beleuchten, ist finanziell kein großer Aufwand, hat aber eine große Wirkung auf das Geschäft selbst und die Umgebung. Eigentümer/innen scheuen dies manchmal, um eine Innenansicht des Geschäftes zu erreichen. Dies lässt sich aber über Sichtfenster in der Folie oder Werbe-/Lichtkästen einfach erreichen.

Über eine Änderung der Gestaltungssatzung könnte erreicht werden, dass die Stadt die Eigentümer zu vergleichbaren Maßnahmen verpflichten können (Artikel 14 Absatz 2 Grundgesetz – Eigentum verpflichtet). In der Umsetzung der Satzung könnte die Stadt auch von außen tätig werden und die Schaufenster selbst gestalten.

  1. Sicherheitskonzept

Eng verbunden mit der Sauberkeit ist es auch erforderlich, an der Sicherheit – oftmals auch nur an der gefühlten Sicherheit – der Bürgerinnen und Bürger zu arbeiten. Man geht nicht in die Innenstadt, wenn man nicht das Gefühl hat, dass man dort sicher einkaufen, kommunizieren und bummeln kann. Dies gelingt am besten durch Präsenz von Polizei, Ordnungsdienst und anderen Sicherheitskräften erreicht. Hieran muss gearbeitet sein, nicht nur in Zeiten, wenn etwas los ist sondern insbesondere auch in Zeiten, wenn die Innenstadt relativ leer ist. Nicht die Überwachung und Verhinderung von Straftaten stehen im Vordergrund sondern die Prävention, also die Verhinderung von Störungen.

  1. Markenname

Der Mond von Wanne-Eickel, die Mondnächte und der Mondpalast sind etablierte Markennamen im Stadtbezirk Wanne. Diese sind regional und überregional bekannt. Manchmal kann man mit solchen einfachen Worten Vieles erreichen. Durch einen einfachen Slogan, der sich als Markenname durch die gesamte Maßnahme zieht, erzielt man eine Wiedererkennung. Mit diesem Markennamen für alle gemeinsamen Aktionen kann man eine Bindung innerhalb der Gruppe der Beteiligten erreichen und auch von außen eine gemeinsame Resonanz.

Es gibt in Wanne ein Ladengeschäft mit der Aufschrift „Gutes aus Wanne“. Das Gute aus Wanne muss aufgegriffen werden, in dem jedes Geschäft, das eigene, Besondere zum Markenzeichen macht. Diese Markenzeichen sind aufeinander abzustimmen und gemeinsam zu vermarkten. Dabei kann das Gute aus Wanne sowohl die konkrete Auswahl aber auch das einzelne Produkt sein, das so nur hier hergestellt oder vertrieben wird.

Unser Vorschlag lautet „Wanne Wagt Was“ (hier haben wir das WWW für die Internetstrategie, das Besondere (das Wagnis etwas Neues und Großes zu tun) und auch das Tun, die Aktivität enthalten. Ein Slogan, der die Markenstrategie unterstützt. Der Markenname/Slogan sollte als Wettbewerb ausgeschrieben werden, um die Wanner/-innen enger an ihre Innenstadt zu binden.

  1. Informationspolitik

Die Beteiligung der Firmen, der Stadt und der Bürger ist wichtig für den Fortlauf des Projekts. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass man die Öffentlichkeitsarbeit regelmäßig und abgestimmt durchführt. Das kann durch kleine Informationskampagnen, regelmäßige Informationsstände und/oder Imagefilme im Internet realisiert werden. Nur informierte Bürger und Firmen können durch regelmäßige Umfragen, Anfragen und Eingaben Einfluss auf den Fortlauf des Projektes nehmen.

  1. Gemeinsame Internetstrategie

Handel ist ohne Internet heute kaum noch vorstellbar. Es muss eine enge Verzahnung von Handel vor Ort und dem Internet gefunden werden. Im World-Wide-Web ist ein virtuelles Wanne mit allen am Projekt beteiligten Läden, den schon bestehenden und auch den neuen, zu entwickeln, indem man vieles bestellen und eine Art virtuellen Rundgang machen kann. Durch die Kombination des virtuellen und tatsächlichen Marktes sowie von besonderen Angeboten, die es in der Form nur dort gibt, kann auch ein Interesse für einen Besuch des realen Wanne geweckt werden. Eine enge Verzahnung der Internet- und der Markenstrategie ermöglicht einen hohen Wiedererkennungswert. Dies kann das Interesse von finanzstarken Geschäftsinhabern oder Onlineshops wecken, sich in Wanne niederzulassen. Dies kann zu einer weiteren Belebung der Innenstadt beitragen.

  1. Weitere Ideen

sind herzlich willkommen und dringend erforderlich. Beispiele könnten sein, die Bereitstellung von Verkaufsflächen für gemeinsame Projekte, eine Weiterentwicklung des Wochenmarktes und gemeinsamer Werbemaßnahmen in der lokalen und überörtlichen Presse und im Internet.

 

Finanzierung

Unser Konzept PAcKT das Grundübel der Leerstände an der Wurzel an. Das geht nicht ohne eine große finanzielle Anstrengung. Daher ist die drängendste Frage, woher das Geld dafür kommen soll! Der Stadt als Haushaltssicherungsgemeinde fehlen die finanziellen Möglichkeiten. Selbst bei Fördermitteln aus Land, Bund oder Europa sind in der Regel Eigenmittel zu leisten.

 

Benötigt wird eine langfristig angelegte Finanzierung des Projektes. Diese kann nur zu einem kleinen Teil aus der Gruppe (Gruppen) heraus kommen. Unser Finanzierungsmodell sieht im Kern ein Engagement aller in Herne, speziell in Wanne ansässigen Unternehmen, Gesellschaften und Organisationen vor. Auch eine Beteiligung der Stadt Herne (direkt oder indirekt, aus eigenen Mitteln und/oder mit finanzieller Unterstützung aus Fördermitteln von Land, Bund, Europa, Stiftungen, …) zur Finanzierung des Projektes ist erforderlich.

 

Warum sollten Unternehmen, Firmen und Betriebe sich an einem solchen Konzept beteiligen?

 

  • aus sozialer Verantwortung

Die Unternehmen vor Ort sind für unsere Stadt von elementarer Bedeutung, bieten sie den Mensch hier doch eine Existenz, eine Aufgabe und Zugehörigkeit.  Wir wollen Ihren Stellenwert für Herne mit der Initiative „Unternehmen finden Stadt“ unterstreichen und noch weiter ausbauen. Die Unternehmen in Herne übernehmen Verantwortung für Ihre Stadt und setzen sich für die Stadtentwicklung ein.

  • aus Imagegründen

In vielen Städten sind die Leerstände von Ladenlokalen ein großes Problem. Mit unserem Projekt wollen wir bundesweit ein Beispiel geben mit Leerständen umzugehen und dies zur Nachahmung empfehlen.  Mit unserer Initiative „Unternehmen finden Stadt“ wollen wir die vielfältigen Vorteile des städtischen Engagements von Unternehmen aufzeigen. Die Beteiligung an diesem Modellprojekt, das einmalig in Deutschland ist und die somit eine bedeutende Öffentlichkeit erreicht, ist ein erheblicher Werbefaktor für jedes Unternehmen.

  • aus originären betriebswirtschaftlichen Gründen
    • Unternehmen sind ebenso von der nachteiligen Entwicklung unserer Innenstadt betroffen, wie die Menschen, die hier leben.
    • Das Arbeits- und Wohnumfeld der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trägt einen großen Teil zur Gesamtzufriedenheit der Belegschaft bei.
    • Der Facharbeiterbedarf ist für Unternehmen zu einer der größten Herausforderungen geworden. Mitarbeiterbindung und -gewinnung spielen in den meisten Betrieben eine immer größere Rolle. Eine interessante und einladende Innenstadt als Teil eines attraktiven Wohnortes für alte und neue Mitarbeiter/innen ist ein positiver Wettbewerbsfaktor.

Wir stellen uns zur Finanzierung des Konzepts ein Modell vor, das auf mindestens fünf Jahre ausgelegt ist. Diese Zeit muss eingeräumt werden, damit sich die einzelnen Geschäftsideen entwickeln können und sich die Gesamtsituation und auch die zu erlangende Kaufkraft durch Attraktivität des Standortes entwickeln kann.


Es geht nicht ohne die Eigentümer. Warum sollten sich diese beteiligen?

Die Innenstadt in Wanne leidet daran, dass die Mieten für Ladenlokale im Verhältnis zu umliegenden Gemeinden vielfach zu hoch sind, obwohl die Kaufkraft der Menschen hier deutlich niedriger ist. Durch unser Konzept erreichen wir für die Eigentümer eine längerfristige finanzielle Absicherung (mindestens 5 Jahre), die es ihnen ermöglicht, in ihre Gebäude zu investieren. Durch die Beteiligung vieler Eigentümer mit dem Entgegenkommen bei den Ladenmieten in der Anfangsphase ist eine Durchführung des Projekts tatsächlich erst möglich. Langfristig führen die Steigerung der Attraktivität des Standorts und die damit verbundenen steigenden Umsätze zu höheren Mieten und zu einem höheren Wert der Gebäude.

Ohne die Beteiligung der Stadt geht es nicht

Wie eingangs erwähnt, ist auch die Beteiligung der Stadt gefordert. Die Stadt muss mit gutem Beispiel voran gehen, um den Unternehmen und Eigentümern zu zeigen, dass dieses Projekt mit aller Konsequenz zum Erfolg geführt wird. Über die städtischen Gesellschaften kann Herne ihren Beitrag dazu leisten und selbst das ein oder andere Ladenlokal für Gründer anmieten.

 

Zusammenfassung

Die Idee des Projektes ist einfach und nicht neu! Man gebe eine Investition an jemanden, die oder der eine Idee hat, biete Rahmenbedingungen, um die Idee zu verwirklichen und binde diese Person in die Gemeinschaft ein, um am Ende gemeinsam davon zu profitieren. Tun sollten es diejenigen, die davon am meisten verstehen – also

Wir in Wanne!

 

Wir haben mit der Cranger Kirmes und dem Mondpalast schon zwei Highlights in Wanne, die weit über die Stadtgrenze hinaus Menschen anzieht. Ab diesem Jahr kommt noch das Wanner Weihnachtswunderland hinzu. Zur Cranger Kirmes kommen 4 Millionen Besucher. Dies ist ein riesiges Potenzial. Wir wollen, dass Wanne in Zukunft von vielen dieser Leute nicht nur zu Crange und Weihnachten besucht wird. Wir wollen die Wanner Innenstadt so interessant machen, dass es sich das ganze Jahr über lohnt nach Wanne zu kommen.

Unser Konzept fügt sich gut in den Ansatz der Stadt mit dem „Pakt für Wanne 2020+“ ein. Bis 2020 soll die Finanzierung stehen und für die freien Ladenlokale Gründer gefunden sein. Dann kommt das „Plus“ in Wanne vielseitig zum Mondvorschein – am deutlichsten, an all den Menschen, die nach Wanne kommen, um sich von dem Wandel in Wanne begeistern, inspirieren, unterhalten, überraschen, verwöhnen, anspornen und beeindrucken zu lassen.

Unser Konzept ist wie der erste Entwurf einer Idee. Diese muss sich setzen, sie muss diskutiert, verworfen und verändert werden. All dies ist Sinn und Zweck dieser Vorlage. Wichtig ist sie zu starten. Wir können es uns nicht leisten, noch viel länger zu warten. Daher unsere Bitte am Schluss:

 

Lasst uns endlich gemeinsam anfangen!